
Mit zwischenzeitlich +31: Ludwigsburg frisiert die Löwen
Der dritte Sieg im vierten Pflichtspiel des Jahres 2026 ist für die Porsche Basketball-Akademie erneut ein dominanter! Die Ludwigsburger sind beim ProB-Gastspiel in Erfurt mit spielerischer Leichtigkeit überlegen, gewinnen 102:88. Die besondere Facette: Den Gelb-Schwarzen gelingt der +14-Erfolg mit einem neunköpfigen Kader – alle Akteure punkten und spielen eine zweistellige Minutenanzahl.
Einerseits startete die zweitweiteste Auswärtsfahrt (330 Kilometer) der Hauptrunde für die Ludwigsburger in der ProB Süd wenig ideal: Lediglich neun Spieler standen Headcoach Khee Rhee zur Verfügung. Maxwell Dongmo Temoka und Julis Baumer kamen nach dem RIESEN-Spiel vom Vortag aus Jena (75:84) die 50 verbliebenen Kilometer mit dem Zug, acht weitere Akteure am Sonntag via PKW in die thüringische Landeshauptstadt. Bei deren Gastspiel Rhee auf Lukas Modic, Abdulhay Kömürkara, Daniel Mack, Bink de Goede (alle angeschlagen / verletzt) und Baumer (Belastungssteuerung) verzichten musste. Andererseits begegneten die Gelb-Schwarzen dieser Ausgangssituation mit maximaler Energie, höchstmöglichem Spieltempo, exzellentem Teamplay und hervorragender Defensive.
Die CATL Basketball Löwen, ihrerseits ebenfalls personell limitiert, wurden von dieser Kombination vollkommen überrannt, bereits innerhalb der ersten zehn Minuten (18:35) fehlten jegliche Mittel, um der Porsche BBA auch nur ansatzweise auf Augenhöhe begegnen zu können. Oder, wohlwollender aus Gästesicht formuliert: Ludwigsburg machte mit der kompletten Rotation und allen Akteuren ab dem Sprungball sehr viel richtig. Der Distanzwurf fiel hochprozentig, die Verteidigung stoppte die Hausherren und die Barockstädter diktierten und dominierten die Partie. Bereits vor dem Seitenwechsel schien das Duell entschieden (37:59).
Aus dieser Annahme sollte schnell Gewissheit werden. Denn während der formstarke Marko Masic, flankiert von David Engelhart und Simon Feneberg sowie dem aus der Distanz exzellenten Yohann Tchouaffe, und Ludwigsburg weiter anzogen, blieben die Löwen zahn- und harmlos. Der 86:55-Vorsprung und die entsprechende 31-Punkte-Führung ließen die BBA’ler bereits nach 28 Minuten endgültig auf die Siegerstraße einbiegen.
Aufgrund der schwindenden Kraft- und Konzentrationsressourcen und der weiterhin breiten Rotation gestatteten die Ludwigsburger den Gastgebern noch viel Raum für Ergebniskosmetik, ließen die eigene Partylaune aber nicht außer Acht: Feneberg stellte zum zweiten Mal binnen vier Wochen auf ‚100‘ und Engelhart besorgte via sehenswertem Alley-Oop-Dunk, nach Assist von Masic, den Endstand. Dieser ist mit der höchsten Offensivausbeute gleichermaßen positiv wie tabellarisch wichtig. Die Barockstädter klettern auf Tabellenplatz drei und verschaffen sich gen Spitze etwas Luft im breiten Tabellenmittelfeld.
Stats
Für Erfurt spielten: Ivan Kucan 22 Punkte, Michael Mitchell Jr. 21, Noah Kamdem 18 / 10 Rebounds, Samuel Nellessen 13, Luca Förster 9, Paul Albrecht 4 / 12, Jasper Brand, Friedrich Radefeld und Luke-Johan Kiraly.
Für Ludwigsburg spielten: Marko Masic 28 Punkte / 6 Rebounds, David Engelhart 18 / 5, Simon Feneberg 16 / 5 Assists, Yohann Tchouaffe 14 / 5 Rebounds, Lars Danziger 8 / 7 / 8 Assists, Sebastian Kuhn 6, Armin Pivac 5, Kenan Youdom 2 / 6 und Maxwell Dongmo Temoka 2.



