Gegen Leitershofen präsent, gegen Langen entscheidend: Sebastian Kuhn. Foto: Sandy Dinkelacker / Eibner.

Mit neun Mann ins Glück

08.02.2026  •  Herren II | ProB

Die Porsche Basketball-Akademie bleibt für mindestens eine weitere Woche Tabellendritter der ProB Süd. Ursächlich dafür: Der 82:79-Erfolg gegen den TV Langen. Im Duell gegen den hessischen Aufsteiger sind die Barockstädter personell limitiert, lassen sich trotz eines 13-Punkte-Rückstands aber nicht verunsichern – und feiern in der Crunchtime den verdienten und gefeierten 11. Saisonsieg.

Drei Personal-Änderungen waren beim zweiten Doppelspieltag der laufenden Saison maßgeblich: Xavier van Lierop vertrat, gemeinsam mit Yannis Wiele, Khee Rhee, Daniel Mack (12:59 Minuten) feierte sein Comeback und Jonathan Knödel (08:39) sein Debüt. So begrüßenswert das kommunikative Dreigespann auch war und ist, es kam einmal mehr im Feature der personellen Verknappung daher. Neben den bereits im Vorfeld definierten Problemstellungen sollte auch der Ausfall von Lars Danziger ins Gewicht fallen. Der drittbeste BBA-Scorer zog sich unter der Woche im Trainingsbetrieb eine Verletzung zu und fällt vorerst aus. An seiner statt startete Marko Masic. Die ersten Momente gehörten einem Gast, nämlich Alexander Lagerman. Der Langener Guard startete exzellent und scorte 15 Punkte in den ersten zehn Minuten, was eine großartige Basis für das erste Viertel war (17:24).

Ludwigsburg agierte, durchaus erklärbar aufgrund der personellen Situation, zu fahrig, zu fehleranfällig und zu unkonzentriert – und musste abreißen lassen. Während der Distanzwurf eine genutzte, aber nicht gefällige Option blieb, machte der amtierende Meister der Regionalliga Südwest seine Sache weniger spektakulär, aber deutlich besser. Neben Lagerman waren Drago Crnjac und Jacob Washington eine gute Offensiv-Option. Ludwigsburg mühte sich beachtlich, machte viel Werbung in eigener Sache und im Sinne der U19-Bundesliga. Yohann Tchouaffe, Kenan Youdom, Sebastian Kuhn, Armin Pivac und Debütant Jonathan Knödel waren gut, konnten ihre Unerfahrenheit trotz allem Enthusiasmus aber nicht immer kaschieren.

Nach dem Seitenwechsel sollte der erfahrenste BBA’ler, Simon Feneberg, dann vorweg gehen und seine Farben mitreißen: Mit 23 Punkten, 6 Rebounds und 5 Assists war der 20-Jährige wichtig, Tchouaffe mit 19 / 11 aber zum X-Faktor. Ludwigsburgs #11 war defensiv wichtig und ganzheitlich präsent. Gleichermaßen hatten alle Akteure ihren Anteil an einer sehr guten zweiten Halbzeit, die Ludwigsburg prägen sollte. Fortan waren die Hausherren galliger, offensivstärker und besser –konnten sich aber noch nicht mit einem Führungswechsel belohnen. Dann sollte sich aber die Einwechslung von Kuhn bezahlt machen. Der Ludwigsburger Guard sollte zehn Zähler erzielen und mit zwei Distanztreffern für die endgültige Wende sowie den Führungswechsel in der 38. Spielminute sorgen. Die Grandiosität des Moments veredelten die Ludwigsburger mit Knödel-Minuten, Seriosität und Souveränität.

Der 82:79-Sieg sowie der Gewinn des direkten Vergleichs hält die BBA für mindestens eine weitere Woche auf dem dritten Tabellenplatz – und wird in den kommenden beiden Partien bis zur Länderspielpause weiter herausgefordert werden. Zunächst sind die Barockstädter in Coburg (15.02.; 16:00 Uhr), dann gegen München II (22.02.; 15:00 Uhr) gefordert.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: Simon Feneberg 23 Punkte / 6 Rebounds / 5 Assists, Yohann Tchouaffe 19 /11, Sebastian Kuhn 10, Marko Masic 10, David Engelhart 9, Kenan Youdom 8, Armin Pivac 3, Daniel Mack und Jonathan Knödel. Für Langen spielten: Alexander Lagerman 25 Punkte / 10 Rebounds, Drago Crnjac 15, Jacob Washington 14 / 7, Niklas Pons 9 / 7, Henk Droste 8, Aminu Abibu 4 / 5, Michael Agyemang 2, Fabian Baumgarten 2, Philipp Hadenfeldt 0 / 7 Assists, Risto Vasiljevic.