
Auf Platz 4 in die Länderspielpause und den Hauptrunden-Endspurt
Im Spitzenspiel und Verfolger-Duell der ProB Süd unterliegt die Porsche Basketball-Akademie dem FC Bayern Basketball II 71:76. Gegen die Zweitvertretung der Münchner agieren die Ludwigsburger zu ineffizient und fehlerhaft und kassieren. Im Sinne der angestrebten Playoff-Qualifikation ist der 22. Spieltag ein Rückschlag, die Lage in Gänze aber weiterhin sehr gut: Die Gelb-Schwarzen sind mit einer 11:9-Bilanz Vierter.
Die gute(n) und schlechte(n) Nachricht(en) halten sich aus Sicht der Porsche BBA vor, während und nach dem 22. Spieltag die Waage: Die Comebacks von Lars Danziger (zuletzt verletzt) und Julis Baumer (zuletzt MHP RIESEN) waren ebenso wie das Mitwirken von Abdulhay Kömürkara und Maxwell Dongmo Temoka, das Duo kehrte vor Wochenfrist in Coburg ins Line-Up zurück, erfreulich. Die Verletzung von Yohann Tchouaffe gleichermaßen ernüchternd. Der 16-Jährige verletzte sich während des Warm-Ups – und konnte in der Kürze der Zeit nicht ersetzt werden.
Ohne den defensivstarken Small Forward, für den Jonathan Knödel erstmals in die Startformation rückte, starteten die Gelb-Schwarzen fahrig und unkonzentriert. Immer wieder gestatteten sie den bayerischen Gästen einfachste Punkte innerhalb der Zone. 28 ihrer 38 Zähler sollten die Münchner in Halbzeit eins in unmittelbarer Korbnähe und nach entsprechendem Hedgen und Doppeln der Ludwigsburger erzielen. Die BBA’ler blieben nach einer schwachen Anfangssequenz (3:10) dran, waren aber im Angriff aber zu trefferschwach unterwegs, um die Partie auf ihre Seite zu ziehen (37:38, 20. Spielminute).
Stattdessen entwickelte sich in der Rundsporthalle im unmittelbaren Vorfeld des BMW TOP FOURs in München ein rasantes Duell. In diesem waren vor Agust Kjartansson und Andrija Susic für die Schwaben nicht zu stoppen. Das Duo orchestrierte die Offensive der Rot-Weißen exzellent und hatte mit Niko Jerkic (78 2P%) und Desmond Yiamu (89%) hochprozentig treffende Abnehmer an seiner Seite.
Ludwigsburg musste wesentlich mehr für Zählbares auf der Anzeigetafel arbeiten, tat dies aber sehr konsequent. Neben Abdulhay Kömürkara machten Daniel Mack, samt spektakulärem Poster-Dunk über Kilian Fischer, und Lars Danziger einen guten Job. Doch auch eine deutlich bessere Dreierquote (32 3P% | 19 3P%) sowie eine Führung im dritten (45:42) und vierten (58:54) Viertel sollten an diesem Nachmittag nicht für die benötigte Stabilität sorgen. München zerrüttete den gelb-schwarzen Rhythmus durch eigene Korberfolge sehr erfolgreich. Simon Feneberg und Julis Baumer versuchten sich zwar am Erzwingen einer Entscheidung – und später an einer Wende – doch die entscheidenden Spielzüge gelangen den Gästen. Kjartansson, Susic brachten die Bayern mit zwei der drei Münchner Distanztreffer in der 37. und 39. Minute auf die Siegerstraße, deren Spur Jerkic und nochmals Susic mit Freiwürfen hielten und für ein Zusammenrücken in der ProB-Tabelle sorg(t)en.
Die Porsche BBA ist nun Vierter und profitiert von den Siegen von Coburg (2. | 117:85), Fellbach (3. | 94:90 vs. Dresden) und Leitershofen (5. | 87:78), die allesamt am Samstag schwäbische Top-8-Verfolger bezwingen konnten. Die Playoffs bleiben für die Ludwigsburger demnach weiterhin ein sehr realistisches Ziel, dessen Realisierung im März in den vier abschließenden Hauptrunden-Duellen möglich sein wird. Bis dahin gibt’s ein letztes Durchatmen: 14 Tage Länderspielpause.
Stats
Für Ludwigsburg spielten: Abdulhay Kömürkara 15 Punkte, Simon Feneberg 14, Julis Baumer 11, Maxwell Dongmo Temoka 7 / 7 Rebounds, Daniel Mack 7 / 5, Lars Danziger 7 / 9 Assists, Marko Masic 5, Kenan Youdom 5 / 8 Rebounds, David Engelhart 0 / 5, Jonathan Knödel und Armin Pivac.
Für München spielten: Niko Jerkic 18 Punkte, Desmond Yiamu 17, Agust Kjartansson 13 / 9 Assists, Andrija Susic 12, Caspar Vossenberg 4, Kilian Fischer 4, Niclas Kodjoe 4, Kilian Dück 2 und Gob Gabriel 2.



