ProB23, U19m- & U16m-Playoff-Auftakt: Auswärtsdreierpack

Foto: Thomas Kuhn.

In Folge der Länderspielpause, der Faschingsferien und der Hauptrunden-Abschlüsse der männlichen Jugend- und Nachwuchsbundesligen ist der März für die Porsche Basketball-Akademie der sportlich brisanteste Monat: Während in der ProB die erstmalige Playoff-Qualifikation das Ziel ist, starten U19m und U16m an diesem Wochenende bereits in die Postseason. Ludwigsburg gastiert in Köln (U16m | 07.03; 13:00 Uhr), Jena (U19m | 07.03.; 15:00 Uhr) und Dresden (Herren II | 08.03.; 17:00 Uhr).

Neben dem Blick auf die ProB-Tabelle ist dieser Tage auch der Verweis auf den Tabellenrechner und die Prognose-Tools der BARMER 2. Basketball Bundesliga angebracht: Rechen- und Planspiele erhalten hierdurch eine faktenbasierte Basis, die für Ludwigsburg definiert ist. Der März beginnt für die Porsche Basketball-Akademie mit den Zahlen 1 und 10. Ersteres ist das Best- und Zweiteres das Worst-Case-Szenario für den letzten Hauptrunden-Monat im Unterhaus. Der Klassenverbleib ist, nachdem Würzburg während der Länderspielpause in den Nachholpartien in Speyer (93:68) und gegen Langen (92:104) Niederlagen kassierte, auch rechnerisch gesichert.

Von nun an können sich die Gelb-Schwarzen auf die bereits seit Monaten möglich wirkende Playoff-Qualifikation konzentrieren. Aktuell haben die Schwaben zwei Siege (11:9-Bilanz) Vorsprung auf den Neunten Frankfurt (9:11) und den Zehnten Dresden (9:11). In Anbetracht dessen, dass noch vier Partien ausstehen und die Ludwigsburger noch auf die SKYLINERS Juniors und die Titans treffen werden, sind dies die wichtigsten Spiele – auch wenn es letztlich natürlich irrelevant ist, gegen welchen Kontrahenten konkret gewonnen wird. Der wichtigste Aspekt ist: Wenn es mit der erstmaligen Postseason-Teilnahme funktionieren soll, muss noch gewonnen werden. Der Fokus liegt aber ohnehin nur auf dem nächsten Spiel, das passenderweise eines dieser Big-Point-Spiele ist.

Bei der weitesten Auswärtsfahrt im Saisonverlauf geht’s am Sonntag nach Dresden, damit 500 Kilometer gen Nordosten und zu einem Duell der Gegensätzlichkeiten. Die „Elbriesen“ sind eine der Negativ-Überraschungen der laufenden Spielzeit. In Folge des Abstiegs aus der ProA blieben die ambitionierten Sachsen bisher hinter den Erwartungen und mussten immer wieder krankheits- und verletzungsbedingte Kader-Justierungen verarbeiten.

Die vorerst letzte Anpassung gab’s im FIBA-Break: Scott Stone ist nicht mehr Teil des Aufgebots; der Vertrag des 30-jährigen Topscorers (21,2 Punkte / 4,5 Rebounds / 3,5 Assists) wurde vorzeitig aufgelöst. Für ihn rückte Eigengewächs Jannis Ernst ins Aufgebot, ist im Titans-Aufgebot aber eher ein Vorgriff auf die Zukunft. Die Gegenwart ist 23,5 Jahre alt und gehört Wisdom Ubah, Duje Putnik, Kevin Kollmar, Sebastian Heck, Simoen Dimitrov, Osasere Otakho und Georg Kupke sowie einer guten Offensive. 81,8 Zähler markiert Dresden im Durchschnitt. Der ligaweit fünftbeste Wert, der locker für die Playoffs und die Aufstiegsambitionen ausreichen würde. Problematisch ist eher die Verteidigung. Allein im Februar gestatteten die Sachsen ihren Gegnern Würzburg (84), München II (70), Leitershofen (97) und Fellbach (94) durchschnittlich 86,3 Punkte. Ein Wert, den es zu korrigieren gilt, wenn die Postseason mit Titans-Beteiligung stattfinden soll.

Ludwigsburg geht seinerseits gelöst ins Spiel: Headcoach Khee Rhee, der ereignisreiche Tage im Rahmen der adidas NextGen EuroLeague in Abu Dhabi erlebte und am Sonntag seinen Geburtstag feiert, ist rechtzeitig zurück in Deutschland, die BBA’ler erholt und bereit für einen Playoff-Push. Anders als im Herbst wäre eine Wiederholung des Erfolgserlebnisses (85:70) keinesfalls eine Überraschung – für den Sieg aber erneut Teamplay (25 Assists) und eine sehr gute Dreierquote (43%) von Vorteil.

Informationen

Dresden Titans vs. Porsche Basketball-Akademie

Sonntag, 08.03.2026, Tip-Off 17:00 Uhr

Margon Arena, Bodenbacher Straße 154, 01277 Dresden

Live bei Sporteurope.TV

Tags zuvor steht statt der Playoff-Hoffnung bereits die Playoff-Gegenwart im Fokus. Sowohl in der Jugend Basketball Bundesliga als auch in der Nachwuchs Basketball Bundesliga beginnt die entscheidende Saisonphase für die Porsche BBA in der Fremde. Die U19-Jungs, dazu gleich mehr, spielen in Jena, der männliche U16-Nachwuchs gegen und in Köln.

Ross Jorgusen und sein Team sind im Sechzehntelfinal-Duell mit den RheinStars eher der Außenseiter als Südwest-Fünfter gegen den Tabellenvierten der West-Division, aber keinesfalls chancenlos. Auf die sehr gute Vorrunde (5:1-Bilanz) folgte eine schwierige Hauptrunde (3:7), in den vergangenen Wochen aber auch viel Aufwind.

Die Verletzten sind zurück, die Formkurve gut und die Ambition mit dem 79:72-Derbysieg gegen den Tabellenersten Ulm untermauert. In der nun wieder im Modus „Best of three“ ausgetragenen Sechzehntelfinal-Serie müssen und möchten die Barockstädter einmal in der Domstadt gewinnen, um weiterzukommen – sehr gerne natürlich direkt im ersten Versuch. Zu stoppen gilt es dabei Ruben Baucks (18,6 Punkte), Leandro Milicevic (16,2), Leo Caesar (14,0) und Jannik Hansen (8,4 / 8,2 Rebounds).

Informationen

BBV RheinStars Köln vs. Porsche Basketball-Akademie

Samstag, 07.03.2026, Tip-Off 13:00 Uhr

Basketball Campus Köln 1, Wilhelm-Mauser-Straße 57, 50827 Köln

Das NBBL-Match-Up zwischen Jena und Ludwigsburg ist derweil ein sehr vertrautes: Sowohl in der Saison 2024/2025 als auch in der Saison 2026/2027 werden sich beide Klubs in der Liga-Phase der A-Division gegenüberstehen. In diesem Jahr fiel das Duell, nach dem Jenaer Abstieg, aus – wird nun aber nachgeholt. Science City ließ in der B-Division zunächst Bayreuth, Chemnitz, Erfurt, Dresden und Weißenfels sowie in der folgenden Aufstiegsrunde auch Würzburg und München Ost hinter sich. Nun soll gegen die Porsche BBA die nächste Sternstunde folgen.

Ludwigsburg strebt seinerseits nach 2024 nach der zweiten U19-Teilnahme am RSM Ebner Stolz Jugend TOP-4. Die Souveränität bei der Sicherung des zweiten Tabellenplatzes sorgt emotional für positive Vibes und faktisch für einen Heimvorteil im Achtelfinale, auch in einem potenziellen Viertelfinale wären die Ludwigsburger gegen den Sieger zwischen Frankfurt und der KICKZ IBAM Hausherr. Zunächst gilt der Fokus aber den heimstarken Thüringern, die im Saisonverlauf noch kein einziges Spiel im meTecno Court verloren. Jena ist offensichtlich gut und der beste Jenaer bekannt: Daniel Biel (17,5 Punkte) war in der Vorsaison als Gastspieler Teil der gelb-schwarzen „Mission Manisa“ in der Youth BCL. Ebenfalls zweistellig scoren Johann Grau (16,5), Lukas Cadordzic (12,8) und Maxim Bader (12,0). Viel offensives Potenzial (88,1 Punkte pro Partie), das die defensivstarken Schwaben (76,7) stoppen und bändigen müssen.

Womit dann auch die Klammer zum Sonntag geschlossen wäre. Die BBA’ler haben zwei Partien in Ostdeutschland und zwei offensiv potente Gegner vor Augen. Apropos vor Augen: Sporteurope.TV überträgt beide Partien live und kostenfrei.

Informationen

Science City Jena vs. Porsche Basketball-Akademie

Samstag, 07.03.2026, Tip-Off 15:00 Uhr

meTecno-Court, Keßlerstraße 28, 07745 Jena

Live bei Sporteurope.TV