
Erhobenen Hauptes trotz personeller Mangellage
Die Porsche Basketball-Akademie beendet den Roadtrip nach Ostdeutschland mit zwei Niederlagen. Auf die 69:78-Niederlage im Playoff-Spiel der U19-Bundesliga in Jena folgte am Sonntag eine 72:92-Pleite im ProB-Duell in Dresden. Ein deutliches Ergebnis, was einen sportlichen Rückschlag beinhaltet, mit Blick in Richtung MHPArena aber auch eine Bestätigung ist.
Die Ausbildung, Entwicklung, Forderung und Förderung von talentierten Nachwuchs-Athlet: innen ist eines der Kernziele der Porsche Basketball-Akademie und es befindet sich in der laufenden Saison auf einem Allzeithoch – worauf an anderer Stelle näher eingegangenen werden wird. Am Sonntag und beim Auswärtsspiel in Dresden gab’s dabei auf alle Fälle gleich zweierlei Positives. Während mit Maxwell Dongmo Temoka (22:48 Minuten), Julis Baumer (13:02), Simon Feneberg (03:30) und Lenny Anigbata (10:33) insgesamt 49:53 Spielminuten beim RIESEN-Spiel gegen Hamburg von aktuellen oder ehemaligen BBA’lern gespielt wurden, stand 500 Kilometer nordöstlich die nächste Generation auf dem Parkett.
Das achtköpfige Aufgebot in der Dresdner Margon Arena bestand aus sechs noch in der U19-Bundesliga agierenden Spielern sowie David Engelhart und Marko Masic. Abdulhay Kömürkara, Lukas Modic, Daniel Mack und Bink de Goede mussten allesamt verletzungsbedingt aussetzen, sodass der Ludwigsburger Kader denkbar minimal daherkam und die Favoritenstellung klar auf Seiten der Hausherren lag.
Diese wussten ob der sportlichen Notwendigkeit zum Sieg und der Chance ob der Schwächung ihres Gegners – und nutzten dies ab dem Sprungball konsequent aus. Vor allem in der sächsischen Offensive machten sich die Qualitäten der Hausherren bemerkbar, die ihrem offensiven Bestwert im Ligavergleich alle Ehre machten. 25 Zähler markierten sie im ersten Viertel und legten damit, sowie durch insgesamt sechs zweistellige Scorer, früh den Grundstein zum Sieg.
Ludwigsburg musste zwar abreißen lassen, zeigte aber fortwährend Moral. Die beiden mittleren Viertel zwei (15:15) und drei (25:25) entwickelten sich grundverschieden, waren ergebnisbedingt folgerichtig aber ausgeglichen. Doch so sehr sich die Gäste mühten und im eigenen Angriff zu gefallen wussten: In der Verteidigung konnten sie die Titans nicht oder zumindest zu selten stoppen. Während Dresden die Gunst der Stunde annahm und neben der Partie auch den Direktvergleich (Hinspiel: +15, Rückspiel -20) gewann, konnten sich die Schwaben über ein individuelles und gemeinschaftliches Feature ihres eigenen Talentpools freuen. Und auch darüber, dass die tabellarische Lage zwar kleinteiliger wird, vorerst aber ohne Folgen bleibt. Aufgrund der Parallel-Ergebnisse verteidigen die Schwaben ihren vierten Tabellenplatz.
In den abschließenden drei Hauptrunden-Partien bedarf es für die angestrebte Playoff-Qualifikation noch einem oder mehrerer Erfolgserlebnisse, weite Reisen gibt’s nun aber nicht mehr. Zweifach steht in Fellbach und Neu-Ulm ein Derby im Spielplan, dazwischen steigt das Heimspiel gegen Frankfurt. Dann sicherlich auch wieder mit Doppellizenz-Power und/oder genesenen Kollegen.
Stats
Für Dresden spielten: Duje Putnik 19 Punkte, Simeon Dimitrov 17, Kevin Kollmar 15 / 8 Assists, Wisdom Uboh 14 / 5, Osaro Otakho 11 / 7 Rebounds, Sebastian Heck 10 / 7 / 6 Assists, Leo Alban 4, Malte Silbermann 2 und Jannik Ernst.
Für Ludwigsburg spielten: David Engelhart 18 Punkte / 7 Rebounds, Kenan Youdom 15 / 7, Lars Danziger 12, Sebastian Kuhn 8, Yohann Tchouaffe 8 / 6, Marko Masic 7, Armin Pivac 4 und Jonathan Knödel.



