Foto: Sandy Dinkelacker.

69:86 in Ulm = als Fünfter in die Postseason

29.03.2026  •  Herren II | ProB

Für die Porsche Basketball-Akademie endet die ProB-Hauptrunde mit einer 12:12-Bilanz. Ohne fünf Akteure, darunter Maxwell Dongmo Temoka und Julis Baumer, agieren die Ludwigsburger beim Derby in Neu-Ulm zu unkonzentriert sowie defensivschwach und sind beim 69:86 gegen den Hauptrunden-Ersten chancenlos. Die Gelb-Schwarzen gehen dennoch als Tabellenfünfter in die Playoffs: Die Konkurrenz spielt mit und kreiert einen Vierer-Vergleich zu Ludwigsburger Gunsten.

Vor zwei Jahren erlebte Ludwigsburg in der ProB Süd in Coburg ein Foto-Finish mit Ernüchterung, in diesem Jahr blieben emotionale Schwankungen – trotz ausstehender Entscheidungen – im Hauptrunden-Finale aus. Zu erfolgreich war die Vorwoche, zu sehr der Fokus auf mehreren Partien. Während generell im Unterhaus in 13 parallelen Spielen die letzten Entscheidungen über die Playoff-Qualifikationen fielen, stand im OrangeCampus neben dem Sieg auch der Spagat der Klub-Teams im Mittelpunkt. Für Ludwigsburg bedeutet(e) dies: Die RIESEN-Partien in Bonn (Freitag, 79:81) und das entscheidende U19-Achtelfinale gegen Jena (Sonntag; 15:00 Uhr) überlagerten den 26. Spieltag, bei dem auch Ulm personell justierte. Teo Milicic und Meissa Faye setzten aus.

Entwickeln sollte sich dann ein kurzweiliges, da temporeiches Schwaben-Derby, in dem Ludwigsburg nur im ersten Viertel auf Augenhöhe agierte und dann in zweistelligen Rückstand geriet. Kapitän Simon Feneberg verwandelte zwei Distanzwürfe und Marko Masic etablierte sich als Topscorer (23:20, 10. Spielminute), doch die Stärken der Hausherren bekamen die Gelb-Schwarzen nicht in den Griff. Ulm bestrafte Nachlässigkeiten in der Ludwigsburger Ballbehandlung mit 8 Steals, kam ins Laufen und war in der Zone in Person von Endurance Aiyamenkhue (19 Punkte / 9 Rebounds) kaum zu stoppen. Der Niederländer führte seine Farben vermehrt an die Freiwurflinie (19/25 FT | 76 FT%) und zur zweistelligen Halbzeitführung (43:32, 20.).

Die BBA’ler steigerten sich nach dem Seitenwechsel erfolgreich, wirkliche Scoring-Power bekamen sie aber zu selten aufs Parkett. Stattdessen waren es weiterhin die Ulmer, die ihre Führung ausbauten, via doppeltem Eckendreier von Lenni Kunzewitsch und Marko Dordevic für die Vorentscheidung sorgten (64:49, 29.) – und in Anbetracht des für die Absicherung des ersten Tabellenplatzes notwendigen Sieges auch nicht nachließen. Ludwigsburg und Headcoach Khee Rhee rotierten, ob der sich abzeichnenden Niederlage, frühzeitig und sorgten so für das Aufnehmen von Rhythmus für die sehr wichtige, sonntägliche Partie gegen Jena.

Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Hallen, in denen München (95:59 @ Langen), Frankfurt (79:77 vs. Leitershofen) und Dresden (62:60 @ Speyer) mit Siegen mit Ludwigsburg gleich zogen, gibt’s zum Saisonende einen Vierfach-Vergleich, den die BBA’ler gewannen und damit den fünften Tabellenplatz auch ohne eigenes Erfolgserlebnis absichern. Dieser bringt, dazu in den nächsten Tagen mehr, eine Achtelfinal-Serie gegen Itzehoe mit sich.

Stats

Für Ulm spielten: Joel Cwik 25 Punkte, Endurance Aiyamenkhue 19 / 9 Rebounds, Zoran Milicic 14 / 6, Namori Omog 11 / 6 Assists, Marko Dordevic 8 /6, Lenni Kunzewitsch 6, Milo Murray 2, Tobias Holbach 1 / 7, Barna Buglyó und Marko Volf.

Für Ludwigsburg spielten: Marko Masic 17 Punkte, Simon Fenberg 11, Lukas Modic 9, Armin Pivac 7, David Engelhart 7 / 10, Abdulhay Kömürkara 6, Yohann Tchouaffe 4, Kenan Youdom 4, Lars Danziger und Sebastian Kuhn.