
Der Wahnsinn geht weiter, Ludwigsburg steht im Viertelfinale
Äußerst spannend, extrem intensiv und schlussendlich – das vor allem – siegreich: Die Porsche Basketball-Akademie bezwingt die Itzehoe Eagles 69:63 und entscheidet die Playoff-Achtelfinal-Serie damit 2:0 für sich. Der Einzug in die Runde der letzten Acht ist der nächste Meilenstein einer historischen Saison und wird entsprechend ausgiebig gefeiert.
Ein gelber Konfetti-Regen von der Tribüne, auf und abseits des Parketts endlos glückliche Schwaben, begeisterte Feierlichkeiten im Nachgang begleiten im Dreiklang sowie in Perfektion den Wochenendstart im Ludwigsburger Basketball. Der Seriensieg – per 2:0-Sweep – der fünftplatzierten Porsche Basketball-Akademie gegen die viertplatzierten Itzehoe Eagles ist dabei wahrlich keine Sensation, mit Sicherheit aber in der Art und Weise eine (weitere) Positiv-Überraschung. Denn das zweitjüngste Team der Liga überzeugt(e) auch im zweiten Spiel der Achtelfinale-Serie auf ganzer Länge. Die Tatsache, dass diesmal andere Faktoren als in der Vorwoche den Ausschlag gaben, spricht dabei für die Ludwigsburger Qualitäten, die analysierten, adaptierten, siegten. Dies war auch notwendig. Denn nach einem gelb-schwarzen Offensivfeuerwerk im ersten Duell (78:90) samt zahlreicher Punkte innerhalb der Zone und 40 verursachten Freiwürfen veränderten die Schleswig-Holsteiner ihre Herangehensweise im zweiten Spiel grundlegend.
Itzehoe agierte in der Rundsporthalle deutlich körperlicher, über eine große Distanz der Partie in einer Zonenverteidigung und allen voran in Korbnähe effizient. Erneut war es Finn Fleute, der mit einem Double-Double (22 Punkte / 11 Rebounds) nicht zu stoppen war und die Verantwortung seiner Farben schulterte. Neben dem 26-Jährigen überzeugte innerhalb der Zone auch Toni Nickel. Das Big-Men-Duo sorgte, sehr zur Freude der lautstarken Gästefans, für einzelne Läufe, die die Partie äußerst ausgeglichen hielten. Sich wirklich absetzen oder phasenweise die Partie bestimmen, konnte sich, bei eher magerer Punkteausbeute, aber keiner der beiden Kontrahenten (12:15; 10. Spielminute / 30:28; 20. / 49:44, 30.).
Folgerichtig wogte die Partie hin und her, folgerichtig mussten Nuancen den Ausschlag geben. Und dass diese für Ludwigsburg sprachen, ist kein Zufall: Die BBA‘ler waren unnachgiebig, resilient und um kein Antwort verlegen. Headcoach Khee Rhee wechselte viel, konnte sich dabei auf viele Impulse von der Bank und eine starke Team-Performance verlassen. Wie auch im Sportzentrum am Lehmwohld überzeugte die mannschaftliche Geschlossenheit, das breit verteilte Scoring und die Vorteile im Rebounding (45:36). Impulse gab’s von diversen Spielern allerlei – für den entscheidenden sorgte schließlich Maxwell Dongmo Temoka. Gemeinsam mit Topscorer Daniel Mack hatte der 22-Jährige über die vier Viertel hinweg einen guten Job gemacht und konnte diesen dann in der 37. Minute veredeln. Freistehend und mit anderthalb Sekunden Restspielzeit auf der 24-Sekunden-Uhr versenkte Dongmo Temoka aus der 6,75-Meter-Distanz (65:60), was gemeinsam mit dem anschließenden Steal samt Dunk von Kenan Youdom für die gefeierte Entscheidung sorgte.
Die gute Laune samt dem nun spielfreien Sonntag begleitet die Porsche Basketball-Akademie durchs Wochenende, wirklich leerer wird der Terminplan aber nicht. Bereits in der kommenden Woche startet die Viertelfinal-Serie in und gegen Ulm, das einmal deutlich gegen (102:73) und einmal knapp in (74:78) Rhöndorf gewann. Bevor es soweit ist, darf in den nächsten Stunden aber erst einmal der Moment genossen werden.
Stats
Für Ludwigsburg spielten: Daniel Mack 11 Punkte, Abdulhay Kömürkara 11, Simon Feneberg 10, Kenan Youdom 9, Maxwell Dongmo Temoka 8 / 12 Rebounds, Lukas Modic 8, Marko Masic 6, Lars Danziger 2 / 6, Sebastian Kuhn 2, David Engelhart 2 und Yohann Tchouaffe.
Für Itzehoe spielten: Finn Fleute 22 Punkte / 11 Rebounds, Toni Nickel 20 / 6, Walter McBride 10 / 7 Assists, Lucien Schmikale 5, Sydnee Bijlsma 2, Tobias Möller 2, Christopher Herget 2 und Sven Cikara.



