Das beste Spiel zum genau richtigen Zeitpunkt

27.04.2026  •  Herren II | ProB

Die Porsche Basketball-Akademie hat weiterhin alle Chancen auf den Einzug ins ProB-Playoff-Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga! Die Grundlage dafür: Ein 99:94-Heimsieg gegen die favorisierte OrangeAcademy, der samt Verlängerung zu einem absoluten Thriller wird. Fünf BBA’ler scoren zweistellig und sorgen dafür, dass das angestrebte Entscheidungsspiel notwendig wird.

Anerkennung und Applaus stehen der Ambition gegenüber: Ludwigsburgs Basketballer können voller Selbstvertrauen in die neue Woche starten. Denn auch die 18. Kalenderwoche des Jahres beinhaltet ProB-Basketball mit gelb-schwarzer Beteiligung. Ein weiteres, hoch verdientes Novum, über das sich am Sonntag alle Beteiligten im Klaren waren und ebendiesen Fakt zum weietren Ansporn werden ließen. Ludwigsburg ist spätestens jetzt in der Viertelfinal-Serie angekommen, die zweifelsohne begeisternd ist. Schließlich schenken sich die beiden jüngsten Mannschaften (Ø: 18,8 Jahre vs. 18,9 Jahre) in der Runde der letzten Acht nichts – was im zweiten Viertelfinal-Duell und im insgesamt vierten Aufeinandertreffen im Saison-Verlauf sehr sichtbar wurde.

Ulm bot dafür sein bestmögliches Line-Up, inklusive der beiden Rückkehrer Teo Milicic (12 Punkte / 8 Assists) und Endurance Aiymenkhue (12 / 11 Rebounds) auf und traf in der Rundsporthalle auf einen ambitionierten Widersacher. Khee Rhee musste zwar auf Abdulhay Kömürkara (krank), Julis Baumer (angeschlagen) und Bink de Goede verzichten, konnte sich ansonsten aber auf seine Schützlinge verlassen. Diese lieferten dem Favoriten ab dem Sprungball ein sehr physisches Duell auf Augenhöhe, in dem zunächst immer wieder die Gäste Vorteile kreierten. Basierend auf einer sehr guten Quote aus der Distanz, einem Mehr an Rebounds und Assists erspielten sich die Gäste eine verdiente Halbzeitführung. Ludwigsburg stand, sehr zur Freude der anwesenden Gelb-Schwarzen, dieser Leistung in kaum etwas nach: Die Hausherren waren in Elementen des Einsatzes, der Verteidigung und der Konsequenz, beispielsweise bei den Freiwürfen, besser – aber noch im Rückstand (40:47, 20. Spielminute).

Nichtsdestotrotz entwickelte sich auch nach dem Seitenwechsel ein sehr ausgeglichenes Duell, in dem nun Ludwigsburg während des dritten Abschnitts die Oberhand gewann. Angeführt von David Engelhart (20 Punkte / 10 Rebounds), Maxwell Dongmo Temoka und den drei U19-Youngstern Lars Danziger, Kenan Youdom und Yohann Tchoauffe (insgesamt: 46 Punkte / 14 Rebounds / 11 Assists) gelang der 17-Punkte-Turnaround (72:62, 30.), den die Doppel- und Donaustädter mit allen erlaubten Mitteln bearbeiteten. Wohlgemerkt: erfolgreich bearbeiteten. Denn im vermeintlichen Schlussabschnitt kamen sie Punkt um Punkt und Zähler für Zähler heran, übernahmen kurzzeitig gar die Führung, hatten aber mit ihrem Nervenkostüm und der BBA-Verteidigung ihre Probleme. Die Orange-Schwarzen vergaben insgesamt 15 Freiwürfe sowie den möglichen siegbringenden Wurf in der regulären Spielzeit, sodass die – sehr verdiente – Verlängerung die Entscheidung bringen musste.

Auch hier hatte Rhee ein sehr gutes Gespür für die richtigen Line-Ups, auch hier waren die Hausherren kämpferisch überlegen, auch hier setzten sie die Akzente – was schlussendlich genügen sollte. Ludwigsburg verwandelte diverse schwere Wurfgelegenheiten, Kapitän Simon Feneberg sorgte von der Freiwurflinie für die Entscheidung, die Daniel Mack per spektakulärem Buzzerbeater-Dunk veredelte. Vorausgegangen war eine gute Defensivsequenz samt Rebound und Emotionsbooster, der die BBA’ler nun erneut nach Neu-Ulm führen wird. Ebenda steigt am Mittwoch (29.04.; 19:30 Uhr) das dritte und entscheidende Viertelfinal-Spiel um den Einzug ins Halbfinale. Es wäre, einmal mehr, ein weiterer Meilenstein für Ludwigsburg.

Stats

Für Ludwigsburg spielten: David Engelhart 20 Punkte / 10 Rebounds, Lars Danziger 18 / 7 / 6 Assists, Maxwell Dongmo Temoka 15, Kenan Youdom 15, Yohann Tchouaffe 13, Simon Feneberg 9 / 6 Assists, Lukas Moldic 7 / 5 Rebounds, Daniel Mack 2, Marko Masic, Jonathan Knödel und Sebastian Kuhn.

Für Ulm spielten: Joel Cwik 17 Punkte, Meissa Faye 17 / 9 Rebounds / 5 Assists, Teo Milicic 12 / 8 Assists, Endurance Aiyamenkhue 12 / 11, Zoran Milicic 12, Lenni Kunzewitsch 9, Marko Dordevic 5, Tobias Holbach 3, Barna Buglyó 3, Namori Omog 2, Milo Murray 2 und Felix Kiehlneker.