Josia Gentischer, Paul Minjoth, Saad Mouachi Aouaj & Theophilius Agyemang werden Teil des Herren-II-Aufgebots

Foto: Sascha Walther.

Jordi Saltó und Ognjen Veljkovic starten mit einem mindestens 16-köpfigen Kader in die ProB-Spielzeit 2026/2027. Die beiden Rückkehrer Josia Gentischer (MLP Academics Heidelberg) und Paul Minjoth (Texas A&M) rücken gemeinsam mit Saad Mouachi Aouaj (Hoopstarz Academy) und Theophilius Agyemang (SV Fellbach Flashers) in den Kader.

Damit beenden die Gelb-Schwarzen ihre Personal-Planung zwar noch nicht gänzlich, sind nun aber bereit für die finale Phase vor dem Saison-Start (27.09. vs. Coburg). Passend zur Klub-Philosophie werden alle vier Akteure in mehreren Mannschaften und mit einer Doppellizenz auflaufen können. Josia Gentischer (20), Paul Minjoth (23) und Theophilius Agyemang (21) im Erwachsenen-Bereich, Saad Mouachi Aouaj (17) allen voran in der U19-Bundesliga.

Mouachi Aouaj wechselt als Nationalspieler in die Barockstadt. Noch im August nahm er mit Marokko an der U18-AfroBasket teil (6,4 Punkte pro Partie / 2,0 Rebounds / 0,6 Assists), kennt den Südwesten Deutschlands sehr gut: Aus Pforzheim kommend schnürte der Guard bereits für Goldstadt United, die PS Karlsruhe LIONS sowie den MTV Stuttgart die Sneaker, in der Saison 2025/2026 nahm er zudem mit der Züricher Hoopstarz Academy an der European Youth Basketball League (EYBL) teil – und war überragend: 31,0 Punkte, 14,8 Rebounds, 4,0 Assists. Fortan ist der 17-Jährige in Gelb-Schwarz aktiv und fügte sich beim Ludwigsburger Barockturnier am vorvergangenen Wochenende exzellent ein. Ludwigsburg feierte in drei Spielen drei Siege (91:67 vs. Frankfurt, 92:82 vs. Bonn/Rhöndorf, 77:49 vs. IBA München), beim Porsche BBA Season Opening folgte ein 83:67-Erfolg gegen Nürnberg (13 Punkte / 6 Assists / 4 Rebounds).

Zweifach gelb-schwarze DNA

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Seit dem Start der Saison-Vorbereitung steht auch Gentischer wieder für die Porsche Basketball-Akademie auf dem Parkett – war bei allen vier Testspielen involviert (16 Punkte vs. Leitershofen / 8 @ Tübingen / 12 vs. Speyer / 10 vs. Ansbach). Der bis 2024 in Ludwigsburg und Kornwestheim ausgebildete Forward ist nach einem zweijährigen Kurpfalz-Intermezzo, bei dem er fortwährend mit der ersten Mannschaft trainierte und für den USC Heidelberg II in der Regionalliga Baden-Württemberg auflief (15,6 Punkte pro Spiel), zurück in seinem Heimatverein – und soll ausgestattet mit einem Einjahresvertrag in der ProB Süd an seinen Aufgaben wachsen.

Auch Minjoth ist zurück in Ludwigsburg, der Status quo beim 23-Jährigen aber ein anderer: Von 2019 bis 2022 lief der Kölner in Gelb-Schwarz auf und war damals schon ein X-Faktor im historisch erfolgreichsten Team der Geschichte des Ludwigsburger Jugend- und Nachwuchsbasketballs, das unter anderem in der U19 gänzlich ungeschlagen blieb und binnen zwei Jahren aus der 2. Regionalliga bis in die ProB aufstieg, aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie aber auch viele Partien und potenzielle Pokale verpasste. Minjoth etablierte sich trotz aller gesellschaftlicher Einschränkungen und Unwägbarkeiten in Gelb-Schwarz als Scharfschütze, stellte in der U19-Bundesliga einen Scoringrekord (36 Punkte vs. Bamberg) auf und feierte auch sein Debüt im RIESEN-Trikot beim 86:64-Sieg in Kyjiw (13. Oktober 2021), ehe er sich im Sommer 2022 den NCAA-Traum erfüllte und ins texanische San Antonio wechselte. Zwei Jahre lief er dort an der Our Lady of the Lake University (58 Spiele | 23/24: 8,4 PpS / 2,6 RpS) und dann nochmals zwei Jahre an Texas A&M University-San Antonio (29 Spiele | 25/26: 7,0 PpS) auf. Mehrere Verletzungen verhinderten sowohl den endgültigen Durchbruch in den Vereinigten Staaten als auch den Re-Start in Deutschland – bis jetzt. Minjoth absolviert seine Rehabilitation in Ludwigsburg, hilft im Trainingsbetrieb an der Seitenlinie aus, wird schnellstmöglich seine Rückkehr aufs Parkett feiern und in der Weststadt seiner Laufbahn neuen Schwung verleihen.

Von den vier Neuzugängen war einzig Agyemang noch nie in der RSH aktiv. Der Big Man kommt gebürtig aus Stuttgart, lief in den letzten Jahren aber zunächst an der Expression Prep Academy in West Virginia (bis 2025), sowie davor (ab 2022) für die HAKRO Merlins Crailsheim und danach (2025/2026) für die Fellbach Flashers auf. Für die Zweitvertretung im Rems-Murr-Kreis war der 21-Jährige ein Leistungsträger, markierte in 25 Partien 7,4 Punkte pro Partie – und überzeugte zudem mit Athletik, Defensive und Rebounding.

Während Gentischer und Mouachi Aouaj bereits ihr (Testspiel)Debüt feierten, sind Minjoth sowie Agyemang aktuell noch im Rehabilitationsprozess, werden schrittweise die Belastung steigern und dann, sobald einsatzfähig, (wieder) in Gelb-Schwarz auflaufen.