
Stolper-Start mit Lernfaktor
Foto: Sascha Walther.
Die fünfte ProB-Spielzeit beginnt für die Porsche Basketball-Akademie mit einer 66:87-Niederlage gegen Coburg. Im Duell mit den Franken sind 20 Ballverluste, eine 35-prozentige Feldwurfquote und eine deutliche Rebound-Unterlegenheit (32:47) entscheidend für die Auftakt-Pleite in eigener Halle.
Viel Talent, viel Potenzial und viel Arbeit: Ludwigsburg illustriert zum Saison-Start all das, was ein junges respektive unerfahrenes Team ausmacht. Was nach dem ersten Spieltag gleichermaßen positiv wie negativ ist – und viel Arbeit für Jordi Saltó und Ognjen Veljkovic beinhalten wird.
Das Duo konnte beim Heim-Auftakt auf eine Vielzahl an Akteuren setzen, nicht aber aus dem Vollen schöpfen: Lino Tomas Duarte (DNP nach Aufbautraining) und Armin Pivac (verletzt) fehlten im 12er-Aufgebot, das sich zunächst schwer tat, aber dennoch einen Zugriff auf das Spiel fand. Die Hausherren kamen ins Laufen, brachten in Person von Lars Danziger, Max Riedel und Lukas Modic Punkte aufs Scoreboard, ließen defensiv aber auch Diverses zu. Coburg bestimmte das Tempo des Spiels, erzwang zahlreiche Ballverluste und ließ sein eigenes Spiel dabei durchaus leicht aussehen (19:22, 10. Spielminute).
Die BBA’ler versuchten viel, ließen aber Konsequenz und Stringenz vermissen. Mal fehlten beim Wurf Zentimeter, mal standen Gegenspieler etwas zu offen, mal die eigene Konzentration nicht ideal. All das führte zu einem (Ab)Bruch der eigenen Leistung, die die Franken im Stile eines Spitzenteams zu nutzen wussten. Zunächst Erik Neunhoeffer, phasenweise Nico Wenzl und immer wieder Benjamin Koppke sorgten dafür, dass sich Coburg Schritt für Schritt absetzte (30:44, 20. / 46:68, 30.).
Ludwigsburg mühte sich auf dem Parkett nach Kräften, Saltó versuchte viele Personal-Optionen und Seitenlinien-Ansprachen und die Gelb-Schwarzen ihr Bestes; bis auf den für das Ergebnis irrelevanten Schlussabschnitt (20:19) entschieden sie aber keine Sequenz und erst recht kein Viertel nachhaltig zu den eigenen Gunsten. Im Anschluss an eine erklärbar zerstückelte Saison-Vorbereitung im Spagat zwischen Herren I, Herren III und U19m fehlte es an einer Basis aus Absprachen, Automatismen und Antworten, was Coburg seinerseits ausnutzte und das schwäbische Talent mit Hausaufgaben zurückließ.
Weiter geht’s, mit der nächsten Siegchance und der Möglichkeit für einer bis drei A-Antworten, erneut in eigener Halle. Am Einigkeitsfeiertag empfangen die Schwaben Oberhaching (03.10.; 16:00 Uhr) zum Heimspiel in der RSH.
Stats
Für Ludwigsburg spielten: Lars Danziger 13 Punkte / 8 Rebounds, Lukas Modic 11, Kénan Youdom 9, Josia Gentischer 8, Max Riedel 8, Danilo Zdravkovic 6, Yohann Tchouaffe 5 / 7 Assists, Daniel Mack 4 / 6 Rebounds, Jonathan Knödel 2, Sebastian Kuhn und Bink de Goede.
Für Coburg spielten: Erik Neunhoeffer 20 Punkte, Nico Wenzl 13 / 6 Assists, Felix Egger 12, Benjamin Koppke 11 / 11 Rebounds, Savion Brown 10, Leo Cosic 9 / 8 Rebounds, Tim Herzog 6, Marc Deinlein 3, Jakob Lang 3, Erik Larsen und Julian Günther.



