
Vergleichbar zur Vorwoche, aber mit anderem Ergebnis
Ausgeglichene 40 Minuten? Ja! Der nächste ProB-Sieg? Nein. Die Porsche Basketball-Akademie präsentiert sich beim Auswärtsspiel in Erfurt sehr gut, verliert bei den Basketball Löwen allerdings 74:76. In Thüringen punkten vier Ludwigsburger zweistellig, die Quote aus der Distanz (10 3P%) ist aber entscheidend.
7,4 Sekunden waren es in der Vorwoche per Dreier ins Glück (und zum Sieg), 7,4 Sekunden sind es in dieser Woche ins Unglück. Zusammengerechnet 15 Sekunden entscheidend für die Porsche Basketball-Akademie über Freud (samt 78:75-Sieg gegen Oberhaching) und Leid (samt 74:76-Niederlage in Erfurt).
Anders als vor Wochenfrist präsentierten sich die Schwaben zum Ende einer sportlich erfolgreichen Woche in der Riethsporthalle über die vollen 40 Minuten sehr gut. Ohne die noch im Regenerationsprozess befindlichen Josia Gentischer, Saad Mouachi Aouaj und Paul Minjoth mussten die Gelb-Schwarzen zusammenrücken – und taten dies erneut weitestgehend erfolgreich. Immer und immer wieder zogen sie in Richtung Korb, sorgten für Zählbares (61 2P%) und/oder Unterbrechungen. 33-mal kamen sie an die Linie, verwandelten dort solide (67%) und verschafften sich hierdurch, trotz einem ausbaufähigen Teamplay-Anteil (5 Assists), zahlreiche Vorteile. Parallel dazu bremsten die Ludwigsburger die Erfurter Hausherren erfolgreich aus. Den körperlich größeren und altersbedingt erfahreneren Thüringern begegneten sie beim Rebound (39:36) und über die vollen 40 Minuten auf Augenhöhe, was auch daran lag, dass sie selbst defensiv zupackten, dies aber weitestgehend ohne Probleme (19 Teamfouls, 8 Steals) taten.
Einzig nach dem Seitenwechsel, als Erfurt sich bis auf 16 Zähler (59:43) absetzen konnte, waren die BBA’ler im Hintertreffen. Wobei: Auch hier arbeiteten und spielten sich die Gelb-Schwarzen wieder heran. Punkt für Punkt verkürzten sie das Defizit, ehe sie in der 38. Spielminute (72:73) gar in Führung gingen und wieder alle Siegchancen in greifbarer Nähe hatten. Vorangegangen und nachfolgend waren zahlreiche Defensiv-Stopps, die aber nur Anerkennung statt Zählbares als Lohn nach sich zogen. Während Ludwigsburg den Korb zum Sieg und dem zweiten Saison-Erfolg vergab, sorgte Anthony Watkins für die blau-weiß gefeierte Entscheidung.
Stats
Für Erfurt spielten: Anthony Watkins 19 Punkte / 5 Rebounds, Ilias Amin 12, Léonard Fliege 10 / 6 Rebounds, Jacob Hadi 7, Jasper Brand 7, Samuel Nellessen 7, Tim Claßen 6, Marko Bacak 6 / 6 Rebounds, Friedrich Radefeld und Jordan Zimmermann.
Für Ludwigsburg spielten: Max Riedel 19 Punkte / 5 Rebounds, Lars Danziger 15, Armin Pivac 12, Lukas Modic 10 / 8 Rebounds, Yohann Tchouaffe 8 / 5 Rebounds, Kénan Youdom 6 / 8 Rebounds, Lino Tomás Duarte 3, Sebastian Kuhn 1, Danilo Zdravkovic, Jonathan Knödel und Bink de Goede.



