
Durchaus solide, zu selten richtig gut
Foto: Sascha Walther.
Die Porsche Basketball-Akademie kehrt mit einer 62:70-Niederlage aus Leitershofen zurück nach Ludwigsburg. Ohne sieben Akteure sind die Gelb-Schwarzen beim Top-4-Klub personell und qualitativ unterlegen. Aufgrund einer sehr ausgeglichenen zweiten Halbzeit (34:36) sind die Gäste lange Zeit siegfähig, müssen sich schlussendlich geschlagen geben.
Die zweite Englische Woche in Serie – diesmal mit einem ProB- statt einem U19-Bundesliga-Gastspiel in Bayern – endet für die Porsche Basketball-Akademie mit Anerkennung, Entwicklung und dennoch Frustration: In der Mehrzweckhalle Stadtbergen präsentieren sich die Ludwigsburger phasenweise gut bis sehr gut, haben in Max Riedel einen der besten Akteure auf dem Parkett in den eigenen Reihen, Unerfahrenheit, Wurfqualität und Rotationstiefe geben am Ende aber den Ausschlag für die deutlich favorisierte BG Hessing Leitershofen.
Wesentlich dafür: Die Aktionen und Personen in Korbnähe. Was nicht an Armin Pivac, Jonathan Knödel oder Bink de Goede, der allerdings Foulprobleme hatte, lag, sondern eher mit den fehlenden Akteuren begründet werden kann. Mit Lukas Modic, Daniel Mack, Jerome Holm Keita und Theophilus Badu Agyemang fehlten gleich vier Big Men, die beim Rebound (25:37) und in der Zone (33 zugelassene Wurfversuche) hätten helfen können.
Stattdessen konnte Leitershofen in eigener Halle ab dem Sprungball seinen Rhythmus finden. Sehr zur Freude der Känguru-Fans erspielten und verdienten sich die Hausherren schon im ersten Viertel eine Führung, die fortwährend Bestand haben sollte. Die Gäste mussten kurz vor und nach der Halbzeitpause zweistellig abreißen lassen (36:24 / 46:28), fanden aber dann doch noch respektive wieder Zugriff zum Spiel. Während Lars Danziger (13 Punkte | 3/7) und Max Riedel (14 | 5/13) viel Verantwortung übernahmen, rückten die Gäste immer weiter zusammen, versuchten sich an der Minimierung von Fehlern und einer Erhöhung der defensiven Galligkeit (13 Steals!), konnten sich im Verlauf der 40 Minuten aber nur steigern und nicht auch noch Leitershofen stoppen – was schlussendlich notwendig gewesen wäre, um die Chance mit einem Sieg zu veredeln.
Hierdurch stehen die Ludwigsburger in der ProB Süd nun bei einer 1:3-Bilanz und etwas unter Zugzwang, können sich aber auf die Rückkehr in heimische Gefilde freuen. Am Samstag (17.10.; 16:00 uhr) gastiert Frankfurt II in der RSH.
Stats
Für Leitershofen spielten: Brendan Gregori 12 Punkte, Luca Sarnowska 11, Henning Gustrau 10, Bobby Arthur-Williams Jr. 8, Joanic Grüttner Bacoul 8 / 8 Assists / 5 Rebounds, Friedrich Feldrapp 6, Leon Geißler 6, Gael Barman 6 / 5 Rebounds, Jannik Westermeir 3 / 7 Assists, Connor Anderson und Milan Miscvevic.
Für Ludwigsburg spielten: Max Riedel 14 Punkte / 5 Rebounds, Lars Danziger 13, Yohann Tchouaffe 8 / 5 Rebounds, Kénan Youdom 8 / 5 Rebounds, Danilo Zdravkovic 6, Lino Tomás Duarte 6, Jonathan Knödel 5, Sebastian Kuhn 2, Armin Pivac und Bink de Goede.



