
Realitätscheck der ernüchternden Sorte
Erste Halbzeit: +12, im Endergebnis: -11. Die Porsche Basketball-Akademie gibt das ProB-Heimspiel gegen die SKYLINERS Juniors aus der Hand und verliert nach Halbzeit-Führung 78:89. Damit stehen die Ludwigsburger nun bei einer 1:4-Bilanz und rutschen auf einen Abstiegsplatz.
Die Comebacks von Daniel Mack (26:13 Minuten) und Lukas Modic (13:01), eine starke Full-Court-Defensive, 28 herausgespielte Dreier, 8 Offensivrebounds und eine richtig gute, teils gar souveräne erste Halbzeit, samt 12-Punkte-Führung (51:39), … Es hätte Gründe gegeben, die am Samstag in der Rundsporthalle für Freude, Selbstvertrauen und Optimismus hätten sorgen können. Sie tun es zwar auch prinzipiell, generell überlagern nach Spielende zunächst aber zu viele Fehler, der Leistungseinbruch nach dem Seitenwechsel und die daraus resultierende deutliche Heimniederlage die Gefühlslage. Ludwigsburg steht in seiner fünften ProB-Saison der Vereinsgeschichte vor sehr herausfordernden Wochen und Monaten. Das ist prinzipiell ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung, gleichzeitig aber auch eine ebenso wichtige nochmals vor Augen geführte Erkenntnis.
Im Wesentlichen sind die Viertel drei und vier für dieses Fazit verantwortlich. Denn die Hausherren erlebten in diesen, nach einem deutlich verbesserten Start, bei dem auch nicht alles glänzte, gleichwohl aber die Leistung durchaus stark war, einen Komplett-Einbruch. Während Frankfurt nach dem Seitenwechsel exzellent adaptierte, die BBA-Defensive zum Kollabieren und sich selbst ins Laufen brachte, konnte Ludwigsburg mit fortlaufender Spieldauer nur noch reagieren. Zwischen der 21. und 30. Spielminute war ebendieses Reagieren ebenfalls ein Schlingerkurs, wohl aber einer mit der Führung auf gelb-schwarzer Seite. Die Hessen drückten mit Jamie Edoka und vor allem Moses Pölking aufs Tempo, fanden immer und immer wieder den einfachen Weg in die Zone und kamen dort auch zu Zählbarem (62:60). Der endgültige Verlust der Führung schien – und war dann – nur noch eine Frage der Zeit.
Die Schwaben hatten individuell sehr gute Momente, unter anderem durch Yohann Tchouaffe, und zudem mehrere starke und später solide Sequenzen, nachhaltig war aber (nur) noch das Spiel und die Leistung der Gäste. Frankfurt dominierte, Ludwigsburg reagierte, taumelte und fiel.
Durch die 78:89-Niederlage steht die Porsche Basketball-Akademie vorerst auf Rang 14, reist nächste Woche, im Anschluss an die dritte Englische Woche in Serie (Mittwoch: NBBL-Cup vs. Ulm) nach Hessen – und gastiert am Samstag (24.10.; 19:30 Uhr) beim TV Langen.
Stats
Für Ludwigsburg spielten: Yohann Tchouaffe 22 Punkte, Daniel Mack 14 / 6 Rebounds, Lars Danziger 11 / 10 Rebounds, Kénan Youdom 8 / 5 Rebounds, Lino Tomás Duarte 7, Danilo Zdravkovic 5, Lukas Modic 4, Armin Pivac 4, Max Riedel 3, Jonathan Knödel und Sebastian Kuhn.
Für Frankfurt spielten: Moses Pölking 18 Punkte / 8 Rebounds, Lukas Smazak 16, Dusan Nikolic 14, Ivan Crnjac 13, Jamie Edoka 10, Alvin Onyia 8, Leif Zentgraf 4, Maximilian Peters 4, Lenny Benczak 2, Chris Widmer, Joscha Zentgraf und Christoph Gördes.



